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Barrieren schaffen - Schutzverpackungen in Zeiten von Corona

25.03.2020 Verpackungen für medizinische Geräte, Diagnosegeräte sowie für Pharmazeutika und Parapharmazeutika stehen möglicherweise nicht in der engeren Wahl, wenn es um die Vergabe von Preisen und Auszeichnungen für das Aussehen geht. Im Hinblick auf den Glamour-Faktor werden Kosmetika, Süßwaren und Produkte für den FMCG-Sektor und den Luxus-Endverbrauchermarkt immer mit komplexen Grafiken, Farben und Marketingbotschaften gewinnen, die ein Massenmarktprodukt von den anderen unterscheiden.

Die Coronavirus-Pandemie unterstreicht die Bedeutung geeigneter pharmazeutischer Verpackungen.
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Die Coronavirus-Pandemie unterstreicht die Bedeutung geeigneter pharmazeutischer Verpackungen.

Das Aussehen ist natürlich wichtig, aber es ist nicht alles. Angesichts der Auswirkungen von Covid-19 und des Mangels an vielen Produkten in den Supermarktregalen ist das Aussehen derzeit weniger wichtig, insbesondere für Unternehmen, die medizinische Dienstleistungen anbieten. Die Funktionalität, die Sicherheit der Menschen und der Schutz der Produktinhalte stehen ganz oben auf der Tagesordnung.

Compliance, Sterilität und Kommunikation

Die Hersteller von Verpackungen für medizinische Artikel, Einwegartikel und zugehörige Güter haben immer versucht, ein Gleichgewicht zu erreichen. Sie müssen ein Produkt liefern, das die Einhaltung der Vorschriften erleichtert, effektiv kommuniziert, Probleme im Zusammenhang mit der Sterilität löst und sicherstellt, dass die Unversehrtheit der Verpackung und des enthaltenen Artikels bis zum Öffnen, Auftragen oder Entnehmen erhalten bleibt. Die Verpackung muss das Produkt vor schädlichen Einflüssen schützen, wie z.B. mikrobielles Wachstum: Bakterien, Hefen, Schimmelpilze, Viren; aber auch vor dem Eindringen/Austritt von Gasen, Feuchtigkeit, Flüssigkeiten sowie vor Temperaturschwankungen und vor Umwelteinflüssen, einschließlich Licht. Bei Chemotherapie-Formulierungen, die z.B. intravenös verabreicht werden, muss die Verpackung den Inhalt vor der schädlichen Wirkung von Licht und UV-Licht/Energie schützen. Flexible Verpackungen wie Beutel und Tüten bieten viele Vorteile, sie haben ein geringes Gewicht, benötigen weniger Lagerraum und können mit geeigneten Halterungen und Griffen versehen werden, die es ermöglichen, sie an Spendern am Krankenbett in einem Krankenhaus oder in der Pflegeumgebung aufzuhängen. In vielen Fällen werden diese flexiblen Strukturen aus mehrbahnigen Materialien hergestellt, extrudiert oder kundenspezifisch laminiert.   

Die Notwendigkeit, zu sehen, was sich in dem Beutel oder der Verpackung befindet, wie viel von einer Flüssigkeit, z.B. einer polaren oder unpolaren Flüssigkeit, übrig bleibt, kann kritisch sein; aus diesen Gründen muss die Verpackung eindeutig sein. Es gibt zahlreiche Optionen für formbare und nicht formbare Verpackungen, wobei Beschichtungs- und Laminierungsprozesse eine wichtige Rolle spielen. Nicht-formbare transparente Barrierebahnen können verschiedene Barrierebeschichtungen enthalten, die mit biaxial orientiertem Polyester (OPET) kombiniert werden, einem Material, das eine hohe Zugfestigkeit, Durchsichtigkeit, thermische Stabilität und chemische Beständigkeit bietet. SiOx, Silikonbeschichtungen und Aluminiumoxidbeschichtungen; Polyvinylidenchlorid oder PvdC und Polyvinylalkohol (PVOH) sind Alternativen, aber auch viele andere, wie z.B. aliphatische Polyketone (eine mögliche Alternative zu EVOH?) können in Betracht gezogen werden.

Den Herausforderungen entgegentreten

Verpackungstechniker, Hersteller und Zulieferer für diese anspruchsvollen Branchen stehen vor vielen Herausforderungen. Sie müssen sicherstellen, dass die Produkte für ihren Zweck geeignet sind. Niemand, der in diesen Sektoren, in der Medizintechnik, der Pharmaindustrie und in Bereichen der Intensivpflege tätig ist, kann es sich leisten, Fehler zu machen. Produkt/Material und Verbrauchsartikel, wie z.B. die zum Abdichten von Produkten/Laminaten verwendeten Klebstoffe, müssen im Laufe der Zeit evaluiert, erprobt und bewertet werden, Pilotbeschichtungs-/Laminierungssysteme und im Feld erprobte Systeme zur Beschichtung unter Produktionsbedingungen sind unerlässlich. 

Die Beschichtungsanlage VCM von RK Print Coat Instruments wird derzeit in einer Reihe von Industrien eingesetzt, einschließlich der medizinischen Diagnostik, aber auch bei medizinischen Verbänden und für die latente Bildgebung. Jede gelieferte VCM wurde speziell für Pilot- oder Produktionszwecke unter strengsten Sicherheitsanforderungen und nach hohen Standards entwickelt und gebaut.

Die VCM ist für die spezifischen Anforderungen jedes Prozesses optimiert und enthält hochspezialisierte Antriebe, Spannungs- und Bahnsteuerungsgeräte.  Die verstärkte Struktur des Systems ermöglicht die Verarbeitung von immer breiteren und schwereren Substraten und bietet gleichzeitig eine beträchtliche Flexibilität, falls der Kunde das System zu einem späteren Zeitpunkt erweitern oder modifizieren muss.  Dies ist ein Vorzeige-System für Kunden mit klaren Anforderungen.

Als Begleitsystem kann der schmale/mittlere VCML-Lab/Pilot Coater auf allen Arten von flexiblen Substraten drucken, beschichten und laminieren, einschließlich Papier, Film und Metallfolien auf einer Rolle-zu-Rolle-Basis. Der VCML-Lab/Pilot Coater kann für Versuche, Produktentwicklungszwecke und zur Bestimmung der Eignung verschiedener Beschichtungstechniken, Trocknungs-/Härtungsmethoden und vieles mehr eingesetzt werden. Er kann auch zur Produktion von schwierigen Substraten in kleinem Maßstab dienen, so dass ein System zur Verfügung steht, das in Erwägung gezogen werden sollte, wenn es darum geht, sich für ein kommerziell und produkttechnisch sinnvolles Verfahren zu entscheiden.

Von Tom Kerchiss, RK Print Coat Instruments

www.rkprint.com
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