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Etikettenbranche startet eine breit angelegte Recycling-Initiative

29.10.2020 FINAT, der europäische Verband der Selbstklebeetikettenindustrie, hat formell den Start von "CELAB-Europe" angekündigt, einer bedeutenden neuen Initiative, die eine Kreislaufwirtschaft für Selbstklebeetikettenmaterialien in Europa schaffen soll.

CELAB-Europe strebt eine Kreislaufwirtschaft für Etiketten an.
© Foto: FINAT
CELAB-Europe strebt eine Kreislaufwirtschaft für Etiketten an.

Durch die Gründung einer repräsentativen Organisation für die Wertschöpfungskette wird CELAB-Europe daran arbeiten, Recycling- und Wiederverwendungslösungen für Träger- und Matrixmaterialien für selbstklebende Etiketten zu identifizieren und gemeinsam zu skalieren. Die Initiative zielt darauf ab, bis 2025 ein nachhaltiges und zirkuläres Geschäftsmodell für über 75 % der verwendeten Träger- und Matrixmaterialien in Europa zu entwickeln.

Schaffung einer nachhaltigen Industrie für selbstklebende Etiketten

Das CELAB-Europe-Konsortium ist Teil von CELAB, einer breiteren globalen Initiative der Selbstklebeindustrie zur Schaffung einer nachhaltigen Etikettenbranche. Sie bietet Lösungen und Schulungen an, um das Recycling von Matrizen und Trägermaterialien zu ermöglichen. CELAB-Europe wurde Anfang dieses Jahres von vier Haftmaterialherstellern (Arconvert-Ritrama, Avery Dennison, Herma, UPM Raflatac) und FINAT gegründet. Fast 20 führende Akteure aus der gesamten Etiketten-Wertschöpfungskette in Europa haben sich seither verpflichtet, die Initiative zu unterstützen, darunter Rohstoffhersteller (Papiere, Folien, Silikone, Haftkleber), Haftmaterialhersteller und Etikettenunternehmen. Als Verband mit der größten Interessengruppe ist die FINAT stolz darauf, bekannt geben zu können, dass sie Gastgeber des Projekts sein wird, dessen Management von SLOOP Consulting aus den Niederlanden übernommen wird (die auch an der Gründung und Leitung des Konsortiums für flexible Verpackungen CEFLEX beteiligt waren).

CELAB-Europe wurde von Akteuren der Etikettenindustrie initiiert und heißt alle Partner aus der breiten Wertschöpfungskette der Recycling- und Logistikindustrie sowie Markeninhaber und Einzelhändler willkommen.

Arbeitsabläufe

CELAB-Europe hat eine Reihe von Aufgaben definiert, die bis 2025 abgeschlossen sein sollen und die vier miteinander verbundenen "Workstreams" zugeordnet werden:

- Data Mining: Geografische 'Wärmekartierung' der Materialnutzung, um zu ermitteln, wo und in welchen Mengen Materialien zu Abfall werden.

- Recycling-Lösungen: Identifizierung, Erprobung und Unterstützung der Entwicklung nachhaltiger Endmärkte für wiederverwendbare/recycelte Liner- und Matrixmaterialien.

- Logistik: Verbindung mit dem europäischen Transport- und Recyclingsektor zur Entwicklung und Optimierung von Sammelsystemen für Liner- und Matrixmaterialien.

- Rechtlicher Rahmen: Überwachung und Unterstützung der Entwicklung von Vorschriften und Richtlinien, die die Entwicklung eines nachhaltigen Geschäftsmodells für Recycling in Europa unterstützen.

FINAT-Präsident Chris Ellison (OPM Labels & Packaging, UK) erklärt: "Die FINAT hat sich stets aktiv für die Sensibilisierung für das Recycling von Liner- und Matrixmaterialien und die Förderung erfolgreicher Recyclinglösungen eingesetzt. Ich bin stolz und freue mich, dass unsere Branche ihre Ressourcen nun gemeinsam nutzt, um dieses wichtige Anliegen auf die nächste Stufe zu heben. Nur mit einer gemeinsamen Anstrengung, die über die gesamte Wertschöpfungskette geteilt wird, können wir einen Unterschied machen und unseren Teil dazu beitragen, ein zirkuläres Geschäftsmodell für die Etiketten- und Verpackungsindustrie in Europa zu erreichen."

Global ausgerichtete Plattform

"Der Moment ist gekommen, um eine global ausgerichtete Plattform für Recycling-Lösungen für Selbstklebeetiketten zu schaffen", sagte Paul Nathanson, Senir Principal bei Bracewell LLP und Sprecher von CELAB. "Die Struktur des CELAB umfasst einen globalen Lenkungsausschuss, der als "Clearingstelle" für beste Praktiken und Lösungen dient, die von CELAB-Europe und anderen regionalen Zweigstellen entwickelt wurden und weltweit gefördert werden sollen. Angesichts der zunehmenden Recyclingfähigkeiten, die nach und nach von Zulieferern, Herstellern, Abfallwirtschaft, mechanischen und chemischen Recyclern und anderen entstehen, sehen wir eine enorme Chance, die weltweite Zusammenarbeit mit Partnern in der Wertschöpfungskette der Industrie zu erleichtern.“

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