LOPEC 2019
Gedruckte Elektronik erobert zahlreiche Anwendungsbranchen

25.03.2019

Über 2.700 Teilnehmer aus 44 Ländern besuchten die LOPEC 2019 (Bild: Messe München)
Über 2.700 Teilnehmer aus 44 Ländern besuchten die LOPEC 2019 (Bild: Messe München)

Sensoren für medizinische Anwendungen, smarte Textilien und OLEDs für die Automobilindustrie: zahlreiche Branchen setzen im Innovationsprozess auf gedruckte und flexible Elektronik. Die LOPEC, internationale Fachmesse und Kongress für gedruckte Elektronik, die vom 19.-21. März in München stattfand, spiegelt diesen Trend wider. Wichtige Impulse setzten Wissenschaft und Industrie beim Themenkomplex Mobility mit dem Zukunftsthema 3D Structural Electronics.

„Mit über 2.700 Teilnehmern aus 44 Ländern, die sich auf der Messe informierten, verzeichnen wir einen neuen Rekord“, freut sich Falk Senger, Geschäftsführer der Messe München. Immer mehr Anwenderindustrien von Verpackung über Medizin, Textil, bis hin zu Sport sehen gedruckte Elektronik als Schlüsseltechnologie für innovative Entwicklungen. „Die vollen Gänge belegen das starke Interesse über alle Branchen hinweg“, so Senger. Auch die Beteiligung der Aussteller war so groß wie nie zuvor: 163 Aussteller aus 19 Ländern nahmen teil.

Als größter Markt und Wachstumstreiber für flexible und gedruckte Elektronik zeigt sich die Automobilbranche. Von nahtlos in den Innenraum integrierten Displays und Touch-Oberflächen über selbst abdunkelnde Fenster bis hin zu neuen Beleuchtungs- und Heizkonzepten: in Fahrzeugen der Zukunft, ob Elektro- oder selbstfahrenden Autos, nimmt die gedruckte Elektronik eine immer größere Rolle ein. Klaus Hecker, Geschäftsführer der OE-A (Organic and Printed Electronics Association): „Immer mehr Anwendungen mit gedruckter Elektronik werden bereits realisiert und werden in Masse produziert. Als eines der bedeutenden Zukunftstrends im Automobilbereich zeigte sich das Thema 3D Structural Electronics. Das verdeutlichten auch die vollen Reihen in der Panel Discussion und in der Session der Technical Conference.“

Gedruckte Elektronikkomponenten, wie hauchdünne Sensoren oder Mikrofluidik-Chips, eröffnen neue Einsatzmöglichkeiten in der Medizin. Corné Rentrop, Project Manager beim niederländischen Holst Centre: „Über die reine Entwicklungsphase sind wir hinaus. Gedruckte Elektronik ist bereit für den Einsatz im Gesundheitswesen. Jetzt geht es um die Zulassungen der Produkte und um die Umsetzung von Massenfertigung, so dass sie im Alltag verwendet werden können.“ Neben der Medizin erweitert auch die Pharma-, Sport-, und Textilbranche ihre Produkte und Anwendungen um gedruckte Elektronik.

Mit über 200 Präsentationen von Sprechern aus 25 Ländern verzeichnete der LOPEC Kongress in diesem Jahr einen neuen Rekord. Wolfgang Mildner, General Chair der LOPEC, betont: „Die zahlreichen Einreichungen für den Kongress spiegeln eindrucksvoll die positive Entwicklung der Branche wider. Neue Anwendungsbeispiele und Erfolgsgeschichten von Vertretern führender Weltkonzerne wie Airbus, Continental, IBM oder Polar machen deutlich, dass die gedruckte Elektronik in zahlreichen Branchen verstärkt in den Alltag einzieht.“

Über 2.700 Teilnehmer aus 44 Ländern kamen an den drei Tagen nach München. Das ist ein Plus von knapp 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 51 Prozent der Teilnehmer reisten aus dem Ausland an. Damit hat die LOPEC ihren weltweiten Leitcharakter erneut bestätigt. Die stärksten Besucherländer neben Deutschland waren Großbritannien, Frankreich und Österreich. Die 163 Aussteller kamen aus 19 Ländern, darunter DuPont, Evonik, Nissan Chemical Corporation, NovaCentrix, PolyIC und Siemens.

Die nächste LOPEC findet vom 24. bis 26. März 2020 statt.

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