Drorys Packlist
Wechsel zu Mark Andy-Technologien

12.02.2020 Von relativ bescheidenen Anfängen im Jahr 1945 hat sich Drorys Packlist zu einem der führenden Etikettenverarbeiter Italiens entwickelt und ist unter dem derzeitigen Eigentümer und dem Management der Familie Bròcani gut aufgestellt, um seinen Ruf für Innovation und Umweltschutz auf dem Verpackungsmarkt zu pflegen und zu verbessern.

Der neue Mark Andy P5 bei Drorys Sud ist folientauglich, was dem Werksleiter im Werk Salerno, Giuseppe Caporale (rechts), und Gabriele Bròcani, flexible Produktionskapazitäten ermöglicht.
© Foto: Mark Andy
Der neue Mark Andy P5 bei Drorys Sud ist folientauglich, was dem Werksleiter im Werk Salerno, Giuseppe Caporale (rechts), und Gabriele Bròcani, flexible Produktionskapazitäten ermöglicht.

In den ersten Jahren kaufte und verkaufte das Drory Unternehmen Etiketten, die von Dennison hergestellt wurden, und handelte in den USA mit Stoffetiketten. Man wurde auch zum Exklusivlieferanten in Italien für den "Meto"-Etikettenapplikator. Aber erst in den 1970er Jahren, mit der Gründung von Packlist, begann die Produktion von Selbstklebeetiketten unter Verwendung von Schmalbahn-Rotationsbuchdruckmaschinen und als europäische "Premiere" einer Schmalbahn-Rotogravurlinie. Diese Expansion zog Firmen wie Tic-Tac und Ferrero Rocher an, für die das Unternehmen immer noch ein Hauptlieferant ist. In jüngerer Zeit kam Heineken mit einer innovativen Lösung für die Etikettierung seiner Bierflaschen unter Verwendung eines synthetischen Gewebes für einen "No-Label"-Look hinzu.

Bedienung des Volumenmarktes

Als Herr Drory 2007 starb, ging das Unternehmen in den Besitz des Weizmann-Instituts für Wissenschaften über, von dem die Familie Bròcani seitdem eine 100-prozentige Beteiligung erworben hat, wobei Vater und Sohn, Piergiulio und Gabriele, das Kommando übernahmen. Das Unternehmen mit Sitz in Turin und zwei weiteren Produktionsstätten, Drorys Sud, in Palomonte, etwa 60 km von Salerno südlich von Neapel entfernt, sowie einer Abteilung für Spezialprodukte namens Rifpack, beschäftigt heute mehr als 100 Mitarbeiter und erzielt einen Jahresumsatz von über 21 Mio. Euro, so dass es sowohl den Volumenmarkt als auch die kreativeren Nischen bedient.

Im Rahmen dieser äußerst produktiven und erfolgreichen Tätigkeit begann Mark Andys italienischer Vertriebspartner Franchini, die Vorzüge der Flexodruckmaschinen der Performance Series herauszustreichen. Nachdem Gabriele Bròcani auf den Flexodruck umgestiegen war, entschied er, dass er die Produktionsfähigkeit seines Unternehmens auf den neuesten Stand bringen musste, und wählte dafür eine Mark Andy P5. "Da ich eine so lange und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Franchini hatte, bestellte ich die Mark Andy aus der Broschüre – ich hatte nicht einmal eine Maschinenvorführung.  Und ich kann ehrlich sagen, dass sie alle unsere Produktionserwartungen übertroffen und es uns ermöglicht hat, die Produktion von Tiefdruck- auf Offsetdruck umzustellen, weil sie hohe Qualität bei hoher Geschwindigkeit erzeugen kann", kommentierte er. 

Unmittelbar nach der Inbetriebnahme begann die neue Mark Andy mit der Zweischichtproduktion unter Verwendung migrationsarmer Druckfarben. Angesichts der zusätzlichen Produktivität der P5 entschied sich Bròcani, ebenfalls in eine neue Inspektions-Aufrolltechnik zu investieren, und nachdem er seit langem Rotoflex-Anwender ist, installierte er drei neue VSI 430-Modelle, kurz nachdem die Druckmaschine in der kommerziellen Produktion angelaufen war.

Sehr geringe Makulatur

Die Maschinenspezifikation der " folienfähigen" 430 mm (17") P5 umfasst eine Corona-Behandlungsanlage und einen Bahnreiniger vor acht UV-Flexodruckstationen, Rollenwender und eine Kaltfolienanlage mit Standard-Stanzeinheit. Sie arbeitet derzeit mit Auflagen von typischerweise 20.000 Laufmetern, wobei die Makulatur dank des kurzen Bahnweges und der eingebauten Vorregister- und Autoregistertechnologie sehr gering ist. Angesichts der veränderten Marktnachfrage, die zu kleineren Auflagen neigt, musste sein Unternehmen laut Bròcani eine neue Denk- und Arbeitsweise annehmen, um neue Produktionsmethoden und Arbeitsabläufe zu ermöglichen. Aber er möchte die Liebe zum Detail und die Kreativität, die das Unternehmen über mehr als 60 Jahre in der Etikettenbranche auszeichnete, nicht verändern. Bròcani ist zu Recht stolz auf sein Portfolio internationaler "Blue-Chip"-Kunden, von denen viele auch Partner bei der Produktinnovation und -entwicklung sind, und er ist bestrebt, die flexiblen Produktionsmöglichkeiten der P5 ideal einzusetzen.

Mit der EN ISO 9001 sowie der FSC- und PEFC-Zertifizierung und der Umweltzertifizierung 14001 sowie der BRC Food Compliance in seinen Werken sieht Drorys Packlist seine Zukunft in der Kombination von fortschrittlicher Entwicklung mit Umweltfreundlichkeit. Da er an der Entwicklung der Exportseite des Unternehmens arbeitet, indem er strategische Partnerschaften mit Marktführern eingeht, weiß Gabriel Bròcani, dass kontinuierliche Investitionen in die neuesten Technologien der einzige Weg zum Erfolg in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Markt sind.

www.markandy.com

www.drorys.it
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