GEW
Für die perfekte Haftung

20.10.2020 Panoval Label S.A. wurde ursprünglich 1991 in der Schweiz gegründet. Aufbauend auf den Stärken des Unternehmens im Fernen Osten wurde Panoval (Asien) 2017 in Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam, gegründet. Diese hochmoderne Fabrik umfasst mehrere Beschichtungslinien und einen ISO-Klasse 6 zertifizierten Reinraum für High-End-Produkte, die die allerneueste Beschichtungstechnologie erfordern. Das Unternehmen ist auch nach ISO 14644-2 zertifiziert.

Thinh Thieu, Kiet Tran und Wilco van Zwieten mit dem UV-Aushärtungssystem von GEW bei Panoval.
© Foto: GEW
Thinh Thieu, Kiet Tran und Wilco van Zwieten mit dem UV-Aushärtungssystem von GEW bei Panoval.

Mehr als 60 % des weltweiten Volumens an Haftklebeetiketten werden im Fernen Osten hergestellt, darunter solche für elektronische, medizinische und pharmazeutische Anwendungen. Dies ist der Hauptgrund, warum das Unternehmen in Vietnam gegründet wurde, auch wenn der Hauptsitz in Europa bleibt. Obwohl Panoval nur über einen einzigen Produktionsstandort verfügt, arbeitet das Unternehmen international mit Wiederverkäufern und Direktkunden zusammen und hat ein Geschäft mit globaler Präsenz aufgebaut. Seine Produktionsflexibilität und sein guter Ruf im Hinblick auf Flexibilität haben dazu geführt, dass man zu einem führenden Anbieter von spezialisiertem, nicht standardisiertem Etikettenmaterial geworden ist. Typische Kunden sind Wiederverkäufer von flexiblen Verpackungen, Etikettenverarbeiter und konventionelle Druckereien.

Stetige Expansion

Panoval beschäftigt derzeit 25 Mitarbeiter und expandiert stetig. Das Management-Team besteht aus erfahrenen und international tätigen Fachleuten mit umfangreicher Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Etiketten-Laminaten für anspruchsvollste Anwendungen. Direktor Wilco van Zwieten kam 1993 als Verkaufsleiter zu Panoval und ist heute ein wichtiger Teil dieses Teams. Seine Aufgabe ist es, neue Geschäfte voranzutreiben, und er sieht technologischen Fortschritt und Innovation als ausschlaggebend für deren Erfolg an. Er erklärt: "In einem so wettbewerbsintensiven Markt sind es die relativ kleine Größe des Unternehmens und der Betrieb von zwei sehr unterschiedlichen Beschichtungsanlagen, die uns so erfolgreich machen. Zusätzlich zu den Mainstream-Arbeiten mit höheren Volumina, die wir ausführen, ist unser Produktionsteam in der Lage, eine Vielzahl kleinerer Spezialaufträge auszuführen, wobei das Produkt manchmal drei- oder viermal pro Schicht gewechselt wird. Wir verwenden die allerneueste UV-Hotmelt-Technologie zur Unterstützung unserer gummibasierten Systeme. Diese UV-Technologie ist die einzige, die lösungsmittelbasierte Beschichtungen potenziell ersetzen kann... Nicht sofort, aber in zehn bis fünfzehn Jahren. Um dies zu erreichen, benötigen Sie eine erstklassige UV-Härtungslösung mit allem Schnickschnack, die diese Technologie unterstützt. Und genau das haben wir in Zusammenarbeit mit den Maschinenherstellern und GEW entwickelt, so dass wir in den nächsten fünf bis zehn Jahren alle unsere Bedürfnisse abdecken können. Wir sind zukunftssicher."

Das von GEW in Großbritannien entwickelte und hergestellte kundenspezifische UV-Aushärtungssystem bei Panoval umfasst fünf NUVA2-Lampenköpfe mit einer Kapazität von insgesamt bis zu sieben Lampenköpfen, die gegen eine Kühlwalze mit einem Durchmesser von 1.000 mm auf einer Beschichtungsanlage von Sung An Machinery (SAM) montiert wurden. Die Lampen sind um die Trommel herum auf einer soliden Rahmenbaugruppe montiert, die von der Walzenbaugruppe getrennt ist und auf Schienen aus ihrer Eingriffsposition weggleitet. Dies ermöglicht den Zugang zur Rollenoberfläche und zur Unterseite der Lampenkopfbaugruppe.

Arbeiten mit den richtigen Personen

Bei der anfänglichen Suche nach einer UV-Härtungslösung wurde van Zwieten von einem malaysischen Mitarbeiter, der vor kurzem mit GEW bei der Entwicklung und Installation eines UV-Härtungssystems für Trennbeschichtungsanwendungen zusammengearbeitet hatte, an GEW verwiesen. Van Zwieten erinnert sich: "Ich besuchte das malaysische Werk, um mir die Anlage aus erster Hand anzusehen, und begann dann, mit GEW zu sprechen. Zuerst langsam, da wir wussten, dass wir eine komplexe, technisch ausgereifte Lösung mit einem hohen Maß an kundenspezifischer Anpassung benötigten." Nach und nach nahm die Dynamik zu, als er die Anforderungen von Panoval mit GEW durcharbeitete. Er kommentiert: "Wir waren von den Mitarbeitern der GEW beeindruckt ... Ihre Reaktionsfähigkeit und ihre Fähigkeit, alle unsere Fragen zu beantworten – wie technisch diese auch waren. Es dreht sich letztlich alles um die Zusammenarbeit mit den richtigen Leuten!"

Van Zwieten besuchte dann während des Systemaufbaus die Produktionsstätte von GEW in Großbritannien, was beiden Parteien die Gelegenheit bot, das System näher zu besprechen und sicherzustellen, dass es allen Anforderungen und Erwartungen gerecht wird. Hinsichtlich des Designs, der Installation und der laufenden technischen Unterstützung für das System ist van Zwieten vorbehaltlos: "Der gesamte Prozess verlief nahtlos, wir hatten keinerlei Probleme. Sollte doch einmal ein technisches Problem auftreten, steht uns die Fernüberwachung der GEW zur Seite – aber wir haben wirklich gute Erfahrungen mit diesem System gemacht.“ Er fährt fort: "Bislang besteht der einzige Kontakt mit dem Fernüberwachungsdienst aus den wöchentlichen Berichten, die wir automatisch erhalten und die uns nützliche Managementinformationen wie Laufzeit, Lampenstunden, Energieverbrauch und Effizienz zeigen. Das gibt uns auch Sicherheit, weil wir wissen, dass ein Problem, sollte es auftreten, sofort von der Überwachungsplattform angezeigt wird.“

Wie van Zwieten betont, wurden bei der Spezifikation des neuen UV-Härtesystems keine Kosten gescheut, um sicherzustellen, dass es auch in den kommenden Jahren allen Anforderungen gerecht wird. Er kommentiert: "Ein typischer Laminator verfügt über ein oder zwei Lampenstationen – und damit gibt man sich dann zufrieden. Wir haben hier einen Unterschied gemacht und eine Serie von fünf Lampen hintereinander installiert, was bedeutet, dass wir den Abstand zwischen Chemikalienauftrag und Aushärtung von einem Auftrag zum nächsten verändern können, so dass wir viele verschiedene Märkte bedienen können. Aus diesem Grund haben wir uns für die Zusammenarbeit mit GEW entschieden, denn sie verfügen über das technische Know-how und die Erfahrung für ein so komplexes System. Wir freuen uns nun auf eine rasche Amortisation unserer Investition, mit den Energieeinsparungen und der neuen Arbeit, die das UV-System für uns mit sich bringt".

UV-Überwachungssensoren

Um das Streben des Unternehmens nach der perfekten Lösung zu demonstrieren, hat Panoval auch in fünf GEW-Multipoint-UV-Überwachungssensoren (mUVm) investiert, die an jedem der UV-Lampenköpfe angebracht und mit ihrem ERP-System verbunden sind. Diese können an der zentralen Position der Lampe und an den äußersten Rändern einer 500 mm Bahn und einer 1.050 mm Bahn messen. Zusätzlich zu den Partikelmesswerten, die das Ausgasungsniveau unmittelbar nach der Aushärtung genau messen, ermöglicht mUVm dem Produktionsteam die Messung und Verifizierung, dass während des gesamten Produktionslaufs die richtige UV-Dosis und Intensität abgegeben wurde. Mit mUVm ist es möglich, ein UV-Härtungszertifikat für jede Charge zu erstellen, indem die Live-UV-Leistungen für jede Lampe aufgezeichnet werden. UV-Ausgabedaten in Echtzeit werden über eine RESTful API-Schnittstelle exportiert.

Das Ziel von van Zwieten ist es jedoch, die Vorteile des UV-Überwachungssystems weiterzuentwickeln, indem seine Berichtsfähigkeit zur Erforschung und Festlegung optimaler Energieniveaus für die Anfangshaftung, Haftung und Freisetzung der Kernprodukte des Unternehmens genutzt wird. Diese Informationen des UV-Sensors werden dann zur Erstellung einer 3D-Aushärtungskarte für jede Jumbo-Rolle des Produkts verwendet, wodurch ein hohes Maß an Rückverfolgbarkeit für Endanwender gewährleistet wird. Obwohl diese Daten für Kunden in der Pharma-, Elektronik- und Luft- und Raumfahrtindustrie besonders wichtig sind, können sie auch für die schnelle und effiziente Einrichtung von Wiederholungsproduktionen verwendet werden.

Bei der Einführung von UV-Härtungsprozessen sind noch weitere Überlegungen zu berücksichtigen, wie van Zwieten betont: “Sie brauchen besser geschultes, engagiertes Personal, das mit UV arbeitet und UV versteht, und Sie brauchen gerade am Anfang eine bessere Ausrüstung. Zum Vergleich: Allein in China gibt es über 1.100 lösemittelbasierte Laminatoren, und es sind einfache, kostengünstige Maschinen, die einfach zu bedienen sind. Sie brauchen kein Labor. Aber dies ist ein gefährliches Spiel – sie sind giftig und umweltschädlich, und sie kosten eine Menge Energie." Dies kontrastiert er mit den Vorteilen von UV: "Mit UV braucht man keinen Verbrennungsofen, es ist nicht giftig, es besteht keine Brandgefahr, und die Energieeinsparungen und Umweltvorteile sind sehr beeindruckend. Sein Fazit lautet: "Wir haben in GEW einen sehr kompetenten und reaktionsschnellen Partner gefunden. Jedem, der auf der Suche nach einer UV-Lösung für Schmelzkleber ist, würde ich empfehlen, dort anzurufen.“

www.gewuv.com
stats