Nur im Inland steigende Umsätze in der Papierverarbeitung

03.03.2015

Marc Büttgenbach, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Papierverarbeitung
Marc Büttgenbach, Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Papierverarbeitung

Vor allem die stockende Nachfrage aus dem europäischen Ausland hat der deutschen papierverarbeitenden Industrie im vergangenen Jahr einen Umsatzrückgang von -1,0 % auf insgesamt 18,06 Mrd. Euro beschert, so der Branchenkonjunkturbericht des Wirtschaftsverbands Papierverarbeitung (WPV). Während die Auslandsumsätze mit -9,7 % deutlich zurückgingen, stieg der Inlandsumsatz mit Papier- und Pappwaren um 2,6 % auf 13,09 Mrd. Euro.

„Wir verkaufen etwa zwei Drittel unserer Produkte in die Eurozone. Die politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen in manchen EU-Mitgliedsländern und die Spannungen um Russland und die Ukraine, haben deutliche Spuren in den Bilanzen hinterlassen“, erklärt der Vorsitzende des Wirtschaftsverbandes Papierverarbeitung Marc Büttgenbach.

Bei Verpackungen aus Papier, Karton, Pappe und Folien – der mit Abstand größten Warengruppe der Branche – gingen die Auslandsumsätze sogar um -12,5 % auf 2,53 Mrd. Euro zurück. Auch hier lagen die Inlandsumsätze mit 7,93 Mrd. Euro um 2,8 % über dem Vorjahr. Die Zahl der Beschäftigten in der Papierverarbeitung ist im Jahr 2014 um -0,9 % auf 80.647 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt gesunken. Besonders kritisch beurteilt der WPV die nach wie vor großen Probleme bei der Suche nach Auszubildenden und Maschinen- und Anlagenführern.

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